Friedrich Wirnhier · München · 1907

Die Waderé-
Töchter

Die Welt eines Künstlers, gemalt von einem Kollegen.

Öl auf Leinwand · 73 × 52,5 cmPrivatsammlung

Musik · Robert Schumann, Kinderszenen — Am Kamin, 1838

Friedrich Wirnhier, Die Waderé-Töchter im Atelier ihres Vaters Heinrich Waderé, 1907

Die Porträtierten

Maria und Elisabeth Waderé

Friedrich Wirnhier, Maria und Elisabeth Waderé im Atelier ihres Vaters, 1907
Friedrich Wirnhier · 1907
Maria und Elisabeth Waderé, historische Fotografie aus der Sammlung Waderé
H. Traut, München · um 1902
Bayerisches Nationalmuseum, München
Armlehnstuhl mit Waderé-Wappen, Entwurf Heinrich Waderé, um 1892–95
Armlehnstuhl mit Waderé-Wappen
Bayerisches Nationalmuseum, München. Foto: Bastian Krack

Das Haus Waderé

Eine Zeitkapsel: München um 1900.

Möbel, Glasgemälde, Altmeisterkopien und Fotografien der Familie — heute im Bayerischen Nationalmuseum. Die Welt, die Wirnhier 1907 malte.

Aus dem Familiennachlass bewahrt das Bayerische Nationalmuseum die geschnitzte Wohnzimmereinrichtung aus Eichenholz der Königlich bayerischen Hofmöbelfabrik Otto Fritzsche, das Waderé-Wappen als Glasgemälde, Altmeisterkopien in von Waderé entworfenen Rahmen sowie Fotografien der Familie. Zusammen bewahren sie das Arbeits- und Lebensumfeld einer Münchner Künstlerfamilie — jene Welt, die Wirnhier 1907 malte.

München · um 1905

Malertöchter — ein Genre?

Münchens Malerfürsten porträtierten ihre eigenen Töchter immer wieder — Lenbach, Uhde, Kaulbach, Stuck.

Franz von Lenbach, Franz von Lenbach mit Frau und Töchtern, 1903
Franz von Lenbach mit Frau und TöchternFranz von Lenbach · 1903Lenbachhaus, München
Fritz von Uhde, Die Töchter des Künstlers im Garten, 1906
Die Töchter des Künstlers im GartenFritz von Uhde · 1906Kunsthalle Mannheim
Friedrich August von Kaulbach, Bildnis seiner Tochter Hedda, 1907
Hedda, die Tochter des KünstlersFriedrich August von Kaulbach · 1907München
Franz von Stuck, Mary Stuck, die Tochter des Künstlers
Mary Stuck, die Tochter des KünstlersFranz von StuckBelvedere, Wien

Der Maler

Friedrich Wirnhier · 1868–1952

1868 in München geboren, studierte Wirnhier an der Kunstgewerbeschule und lehrte dort ab 1904. Er stellte im Glaspalast aus und sass 1908 gemeinsam mit Waderé in dessen Jury. Sein Werk ist im Lenbachhaus vertreten. Er starb 1952 in München.

Friedrich Wirnhier wurde 1868 in München geboren. Von 1888 bis 1890 studierte er an der dortigen Kunstgewerbeschule; 1904 kehrte er als Lehrer an die Schule zurück. Er arbeitete als Maler, Kirchenmaler, Restaurator und Grafiker.

Wirnhier stellte im Münchner Glaspalast aus — 1902 etwa mit Daheim und Abendandacht. 1906 sprach Arthur Volkmann in seiner Besprechung der Münchner Jahresausstellung für Die Kunst für alle von einem „delikat gefärbte[n] Bild eines im Stuhl sitzenden kleinen Mädchens“. 1908 wählte die Münchener Künstler-Genossenschaft beide Männer in die Jury der Glaspalast-Ausstellung: Wirnhier für die Malerei, Waderé — „Professor an der Kgl. Kunstgewerbeschule“ — als ersten Vorsitzenden für die Bildhauerei. Wirnhiers Werk ist in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus vertreten. Er starb 1952 in München.

Friedrich Wirnhier, Ruhendes Mädchen, Tafel 106 im Glaspalast-Katalog von 1913
Ruhendes Mädchen · Friedrich Wirnhier
Glaspalast-Katalog, München 1913, Tafel 106

Kontakt

Jedes Kunstwerk hat eine Geschichte.
Manche wollen wiederentdeckt werden.

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Zürich, Schweiz

Mit Dank an das Bayerische Nationalmuseum, München, für die Genehmigung zur Wiedergabe der Aufnahmen aus der Sammlung Waderé.

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